Zwecke des Gebetes:
Anbeten: In dem wir die Größe des Schöpfers und seine Anwesenheit in unseren Leben erkennen. In dem wir in Ihm die höchste Unterstützung, die erhabene Inspiration und die authentischste Hoffnung finden. Das wird uns Gleichgewicht und Gelassenheit in den schwierigen Zeiten unseres Lebens bringen. Denn wir werden uns an die Worte Jesu erinnern: „sogar die Haare unseres Kopfes sind gezählt“ (Matthäus), das heißt, Gott kennt uns besser als wir selbst, und bietet uns Erfahrungen an, die mit unseren Bedürfnissen vereinbar sind.
Anbeten bedeutet: Vertrauen zu üben.
Bitten: Bitten ist ein Recht jedes Kindes gegenüber seinem Vater. Wir bitten um das, was wir wollen, Gott gibt uns aber das, was wir brauchen. Ein Kind, das ein gebrochenes Bein hat, kann seinen Vater tausendmal darum bitten, es von dem unangenehmen Gips zu befreien. Sein Wunsch wird aber nicht erfüllt... für sein eigenes Wohl. Wir alle haben „moralische Brüche“. Wenn wir beim Beten erwarten, dass Gott uns von den Leiden und Schwierigkeiten, die uns heilen bzw. aus denen wir lernen sollen, befreit, werden wir enttäuscht werden.
Bitten bedeutet: sich für die göttlichen Segen zu öffnen.
Auf dem Bild: „das Licht der Welt“ zeigt der Maler Holan Hunt Jesus in einem Garten, nachts, mit einer Laterne in der linken Hand und mit der rechten Hand klopft er an eine Tür.
Ein Kunstkritiker betrachtete das Bild und sagte:
Herr Hunt, diese Tür ist unvollständig
gemalt. Es fehlt der Tür die Türklinke.
Sie irren sich – erklärte der Künstler
– Diese Tür symbolisiert das menschliche Herz. Es kann nur von der inneren
Seite geöffnet werden.
Die Hilfe des Himmels kommt meistens bei allen Gelegenheiten. Wir müssen aber unser Herz dafür öffnen.
Danken: Gott stellt uns tagtäglich wertvolle Schätze zur Verfügung: die Natur, die Geborgenheit unseres Zuhauses, die Intelligenz, die Arbeit, die Gesundheit.... Nehmen wir das alles wahr?
Danken bedeutet: sich dem Positiven zuzuwenden.
Als Jesus gefragt wurde, wie wir beten sollten, hat er mit dem „Vater Unser“ beantwortet.
Vater Unser, der du bist im
Himmel.
Moses’s Gott war der Herr der Armeen, ein despotischer schrecklicher Souverän, der sich bis zur vierten Generation derjenigen, die ihn beleidigten, rächte.
Jesus stellte uns Gott als einen Vater vor, den wir mit demselben Vertrauen eines Kindes, das den Schutz seines Vaters will, suchen sollen.
Geheiligt werde dein Namen
Der Name Gottes ist heilig. Das Gebet soll nicht etwas gewöhnliches werden. Auch wenn wir mehrmals am Tag beten, sollen wir das mit viel Respekt tun.
Dein Reich komme
Jesus lehrte , dass das Reich Gottes eine innere Verwirklichung ist. Und sie bedeutet die Integration unser Seele mit den Zwecken der Schöpfung. Durch die Praxis des Guten befreien wir uns von der Trägheit, entdecken wir den Sinn des Lebens und werden wir dieses Reich in unserem eigenen Herzen finden.
Dein Wille geschehe, wie im
Himmel, also auf Erden.
Wenn wir auf diese Anweisung Acht geben, werden wir uns niemals der Verzweiflung, der Empörung, der Entmutigung hingeben. Wenn das Leben und seine Ereignisse als notwendige Erfahrung für unsere Entwicklung angesehen sind, finden wir den Frieden
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Von Gott können wir immer erwarten, das Notwendige zu leben. Wir sollen jedoch bewusst sein, dass Gott uns den Weizen gibt. Wir müssen aber das Brot machen.
Er gibt uns das Notwendige zum Leben, aber die Bemühung zum Leben liegt bei uns.
Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unsern
Schuldigern
Jeder Macht Fehler... es gibt so viel, für das viel uns entschuldigen müssen... Deswegen ist es notwendig, vergeben zu wissen. Diejenige, der uns verletzten sind auch Kinder Gottes. Wie können wir die Vergebung Gottes wünschen, wenn wir unsere Geschwister nicht vergeben? Wie kann man Gott lieben, wenn man seine Kinder hasst?
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns
von dem Übel
Die Versuchung kommt nicht von Außen, sondern von unserem Inneren, durch das Übel, das in uns lebt. Wenn man sich bemüht, dieses Übel zu bekämpfen, und besser zu werden, stärkt man sich gegen die Versuchungen und schützt sich selbst vor allen negativen Beeinflussungen.
Amen!
So soll es sein!
Buch der Geister Eine Geschichte dazu