Sie entschloss sich, eine Freundin zu besuchen. Sie
erzählte ihr ihre Sorgen und Kummer.
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Liebe
Zilda – sagte sie emphatisch – Dein Hauptproblem ist dich nicht selbst zu
lieben. Lass los! Erobere
deinen Platz im Leben!
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Du
hast recht. Ich will mehr als die Routine. Ich bin aber wie gefesselt, meine
Aufgaben zu Hause sind zahlreich. Meine Familie braucht mich.
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Vergiss
das alles! Jetzt ist die Zeit, dein eigenes Wohlbefinden zu schätzen. Niemand
ist wichtiger als du selbst. Befreie dich von alten Mustern! Sei authentisch!
Trainiere deine „Flüge“
Sie hatte keine Zeit für die Familie. Die Probleme kamen. Das Haus wurde ein Durcheinander, die Kinder besuchten die Schule nicht mehr regelmäßig. Ihr Mann fragte erstaunt nach dem Grund für so viele Veränderungen.
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Ich
bin immer eine Sklavin hier gewesen. Die Zeit meiner Befreiung ist gekommen.
Ihr sollt allein zurecht kommen!
Sie entfernte sich allmählich von der Familie. Sie
fand einen verheißungsvollen Job in einer entfernten Stadt. Sie kam an
Wochenenden nach Hause,.... Besuch bei ihrer eigenen Familie...
Sie brauchte mehr Zeit für sich.
Obwohl sie freier wurde, befreite sie sich niemals
von der Kummer und der Unzufriedenheit, auch nicht von dem Eindruck, dass sie
als eine bescheidene „Königin des Hauses“ glücklicher wäre.
In dem Wörterbuch des Lebens ist das Synonym von Glück Geben. Wir werden weder innere Ausgeglichenheit noch Erfüllung finden, solange wir zu viel an uns denken.
Wer sich in sich verschießt, erstickt sich zwischen
schmalen Grenzen, obwohl er meint, sich in der Weite zu befinden.
Die Bewegungen, welche die Rechte der Frauen, als
menschliche Wesen zurückfordern, sind achtbar und gerecht. Es irren sie sich
aber die Frauen, die ihre Wichtigkeit zu Hause unterschätzen, speziell
diejenigen, die ihre Aufgaben als Mutter vernachlässigen.
Die Mutterschaft ist einer der edelsten, der
erhabensten Missionen auf der Erde. Die Aufgabe, Geister fürs Leben
vorzubereiten, , als ihre Kinder, macht aus den Müttern Mitarbeiterinnen
Gottes.
Die fehlende Sorgfalt
Sie
waren kein Vorbild der vollkommenen Vaterschaft/Mutterschaft. Beide waren sich
jedoch ihrer Pflichten bewusst.
Seit
der Geburt des Sohnes bemühten sie sich mit aller Liebe und Aufmerksamkeit.
Der
Junge war ihre ständige Begleitung; zu Hause, auf Partys, Reisen,
Spaziergängen, bei Vergnügungen...
Er
wuchs gesund und lieb auf. Jeder lobte seine Höflichkeit, seinen Charakter und
Tugenden. Eigenschaften, die sich meistens auf die unerschöpfliche Liebe der
Eltern stützen.
Sein
Besuch auf der Universität verändert aber nach und nach sein Verhalten.
Er
wurde zurückhaltend. Er schätzte die Unterhaltungen zu Hause nicht mehr. Die
Eltern waren altmodisch. Er verbrachte lieber seine Nächte draußen. Er trank
viel. Die Zigaretten waren seine ständigen Begleiter.
Sich
wiederholende Streitigkeiten störten die Atmosphäre in der Familie. Die Eltern
lernten, mit seinen Fehlern zu leben, um ihn nicht ganz zu verlieren.
Er
wurde drogenabhängig, und nach einer Überdosis lag er im Krankhaus. Die Eltern
fragen sich verzweifelt:
-„Wo
haben wir versagt ?“.
Es
reicht nicht den Kindern Liebe zu geben.
Es
ist unerlässlich ihre Seele zu erleuchten, damit sie die Orientierung im Leben
nicht verlieren.
Das
ist der Sinn und Zweck von religiöser Ein/Unterweisung, auf die man nicht
verzichten sollte.
Es ist nicht nur Aufgabe der Religionen den Kindern
einige wichtigen Grundsätze beizubringen. Gerade zu Hause sollen die Eltern in
den Kindern, den Respekt gegenüber Gott, als unser höherer Vater, und gegenüber
ihren Mitmenschen, als Mitglieder der Menschheit, unserer größeren Familie,
erwecken. Außerdem ist er unerlässlich ihnen zu erklären, dass wir ewige
Geister sind, die durch die Weisheit und die Liebe zur Entwicklung kommen und
dass das Leben auf der Erde einen höheren Zweck hat, als nur die Eroberung und
den Genuss der materiellen Dinge.
Sie sollen darüber aufgeklärt werden, wer wir sind,
woher wir kommen, wohin wir gehen, was das Ziel unserer irdischen Existenz ist,
und was der Grund für Schmerz und Leid
ist..
Denn nach einem alten Spruch ist die Aufgabe der
Eltern ihren Kindern im Frühalter „Wurzeln“ zu geben, die ihren Lernprozess auf
der Erde unterstützen; und später
„Flügel“, weil ihre Individualität und ihr freier Wille respektiert werden
müssen.
Wer vergibt,
bleibt immer im Gleichgewicht.
Literaturverzeichnis:
Richard Simonetti – aus dem Brasilianischem “Uma razão para viver” (Ein Grund zu leben)
Richard Simonetti – aus dem Brasilianischem “Endereço certo” (Richtige Adresse)
Richard Simonetti – aus dem Brasilanischem “Atravessando a rua” (Beim Überqueren die Straße)