Sublime Geburt
Jene unter besonderen Umständen erfolgte Geburt sollte, nach
der Art, wie sie geschah, den Anbruch eine Periode
menschlicher und sozialer Erneuerung anzeigen
und endgültig die historischen Chroniken ändern.
Früher trieb der Aufruhr das
Schlachtross der Gewalt an, und Barbarei löste die Auseinandersetzungen, indem sie die
Perversität begünstigt, die eigene Gesetze
erliess.
Gewiss folgte
in den Regierungen der Nationen noch für
eine lange Zeit eine Vorherrschaft
blödsinniger Gewalt, geistiger Verwirrung und schrecklicher Verbrechen.
In dieser
Situation warf sich Jesus in ein menschliches
Kleid, um mit den irdischen Wesen zusammenleben.
Sein Erscheinen bedeutete
eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte.
Auf den Thron
des Höchsten verzichtend, lieferte er sich den typischen
Aktivitäten jener aus, die sich
noch in den primitiven Bereichen moralischer Evolution befanden.
In jener zeit veänderten Kriege fortwährend die irdische Landkarte.
Die Reiche lösten einander
ab, stets nach kurzen Zeiten
des Glanzes zu Schutt und Asche
reduziert und die Herrschaft der Grausamkeit überlassend.
Zu Lebensbedingungen
von Lasttieren erniedrigt, bedeuteten die Armen und Vergessenen nichts in diesem aufgewühten Szenarium, in dem die verwünschten Herrschaften regierten.
Die wahnsinnigen
Heere folgten einander unter perversen Befehlshabern, indem sie den damals
bekannten Planeten mit eisernem Besen
gänzlich verwandelten.
Ihr Ruhm, von kurzer
Dauer, mündete jedoch stets in unausprechliche Leiden. Die Eintags-Triumphatoren überliessen
ihre Stellungen gleich wieder nicht
weniger Verrückten, die anschliessend ihrerseits der Knechtschaft oder einem schändlichen Tod anheimfielen…
In ein
solches Klima wurde Jesus geboren,
und eine neue Welt entstand…
Gewiss herrschten
auch nach seiner Geburt noch
Machtmissbrauch, niederträchtige
Verbrechen, willkürliche Herrscahft, hochmut der Mächtigen, der Schrecken von Massenvernichtungen, die Grausamkeit des Terrorismus…
Dennnoch vermenschlichen
sich die Gesetze, selbst wenn sie zuweilen
noch nicht befolgt werden, indem sie, von seinen Richtlienien beeinflusst, die
Möglichkeiten für die Gültigkeit der Liebe, der
Solidarität, der Achtung der Menschenrechte
und der Natur ausweiten.
Gefühle des Mitleids entwickeln sich, und der Engel der Nächstenliebe hat ein Auge auf
die Unterdrückten und Ausgestossenen, die von der Gesellschaft, als wirtschaftliche
Belastung empfunden werden.
Gewiss, noch
geschehen beklagenswerte Massenhinrichtungen, gehen elende Völker vergessen,
gibt es Dünkel,
der sich Macht anmasst… Dennoch nehmen leuchtkräftige geistige Sterne im Namen seiner Liebe
menschliche Form an, beleuchten die düsteren Wege
und verringern die allgemeine Verbitterung, indem sie Hoffnung
und Frieden ermöglichen.
Es ist ersichtlich, dass die Evolution, aufgrund verwirrender Fixierungen, sie sich von primitiven Erfahrungen herleiten, ein sehr langsamer Prozess ist.
Die Bindung an die während
einer langen Zeit zum Nachteil
moralischer Werte in der menschlichen Natur vorherrschende Kraft verlangsamt den Marsch des Fortschritts.
Diese Geburt prägte jedoch ins
Gedächtnis der Zeiten den Sinn für die Erhabenheit
der bis anhin unbekannten oder absichtlich ignorierten Liebe ein.
Mittels der Lehren
Jesus ereigneten sich indessen markante
Änderungen zugunsten einer rascheren spirituellen Entwickligung der Menschenwesen.
Die bisher unbeachtete bramherzige Fürsorge begann im Bewusstsein Spuren zu setzen
und weckte einen andern Blick auf
die Parias und Verlassenen.
Er selbst
widmete sich dem Amt der
Aufklärung und machte sein Leben zu
einer Frohbotschaft von Taten.
Seine unvergleichliche
Liebe erneuerte das Antlitz der
Erde mit einem befreienden, musikalischen, ernsten und edlen Wort.
Ungeliebt, trotzte er
liebend.
Unverstanden, blieb er
voller Verständnis.
Abgelehnt, beharrte er
auf seinen sublimen Lehren.
Jesus ist unter den menschlichen Geschöpfen der Gipfelpunkt im historischen Prozess der Evolution.
Diese Geburt, diese
tage, dieser Segen werden sich
nicht wiederholen.
Dies wird auch nicht notwendig
sein, weil diese Geschehnisse unauslöschlich im Bewusstsein der Zeitalter sein und die Zukunft prägen
werden.
Auch heute sind
sehr schwierige Zeiten.
Während der langen Übergangszeit, die auf Erden
wirksam ist, ereignet sich in diesem Augenblick der Kulminationspunkt der Prüfungen und herben Schmerzen,
die zur Besinnung
und Änderung der Verhaltensweisen zum Bessern aufrufen.
Verzweifle nicht, wenn
du dich von Problemen und Schmerzen gepeinigt fühlst.
Erinnere dich an
Jesus und lass dich von Ihm führen.
Am Erinnerungsdatum
seiner Geburt gehe tief in dich
und prüfe, o er schon in deinem Herzen geboren wurde.
Nach der Feststellung seiner Gegenwart in dir – oder seiner Abwesenheit – erhebe dich aus
der moralischen Trostlosigkeit oder aus der Bequemlichkeit, der gleichgültigkeit
oder dem Irrtum und lass eine sublime Weihnacht in deinem Leben entstehen.
Beginne ein glückliches Leben, das sich
dem Gutem widmet, zu dessen
Fahnenträger es sich macht.
Joanna de Ângelis
Fonte: Innere Erleuchtung – Psychographie : Divaldo Pereira Franco