Die
Krankheiten und die Verantwortung des Menschen
Viele Menschen sind krank und
streben nach Gesundheit.
Sie leiden und erschöpfen sich auf
der Suche nach Heilung, die sie meistens nicht finden.
Die Krankheiten sind
vielgestaltig.
Es gibt Menschen, die ihr ganzes
Leben krank bleiben und daran verzweifeln.
Die Arztpraxen und die
Krankenhäuser sind stetig überfüllt.
Einige Kranken, nach vielen
schmerzvollen Enttäuschungen, verlieren den Glauben an die offizielle Medizin,
kehren zu ihrem religiösen Glauben zurück und versuchen durch Gelübde und
Versprechen, die Gesundheit wiederzuerlangen. Und wenn sie auch da keine
Lösungen finden, verlieren sie die Orientierung, fürchten sich und landen nicht
selten bei Quacksalbern und Scharlatanen.
Das ist menschlich und natürlich,
zeigt aber auch den Mangel an Kenntnis um die wahren Aspekte des Leidens:
nämlich dem mit ihm verbundenen Prinzip von Ursache und Wirkung.
Die spiritistische Lehre hält
hierüber Erklärungen bereit, und auch wenn sie nicht eine radikale Heilung
anbieten kann, bringt sie den Leidenden doch Trost, Verständnis und innere
Ruhe, um ihre Prüfungen mit Mut zu bestehen.
Die Krankheiten sind in ihren
Ursprüngen grundsätzlich zweier Arten: des Geistes und des Körpers.
Die ersten sind der äußere Reflex
der inneren Unvollkommenheiten und gleichzeitig der normale und gerechte Prozess des Wiedererlangens des
Gleichgewichtes (Karma).
Die zweiten sind einfach die
Folgen vorübergehender Störungen.
Die ersten sind mit dem karmischen
Panorama des Individuums verbunden. Das heißt: eine karmische Schuld liegt vor,
und sie wurde noch nicht überwunden.
Die zweiten sind vorübergehende
Fehler in der Funktion des Organismus, die Wirkung aktueller
Verhaltensunausgeglichenheit.
Die ersten sind
„Zwangskrankheiten“, denn sie sind für die spirituelle Entwicklung der Person
notwendig.
Die zweiten können existieren oder
nicht, es hängt davon ab, ob das Individuum durch sein Fehlverhalten die
Harmonie seines Körpers kompromittiert oder nicht.
Die Störungen, die in der
materiellen Ebene auftreten, verursachen notwendige Wirkungen auf der
spirituellen Ebene - für den
moralischen Fortschritt des Individuums.
Man sagt, der Körper leidet, damit
der Geist sich reinigt.
Die karmischen Krankheiten sind
dann relativ zu den negativen Schwingungen/Energien des unausgeglichenen
Geistes, die durch den Körper fließen und ihn stören.
Da dieser ganze Prozess viel
Leiden mit sich bringt, bemüht sich die Medizin, ihn zu bezwingen. Darin steckt
ein tieferes Gefühl der Menschlichkeit, aber diese Bemühungen erreichten, schon
vor vielen Jahrtausenden, keinen vollständigen Erfolg. Das passiert, weil man
die Erfüllung des spirituellen Gesetzes nicht verhindern kann.
In dem aktuellen Zustand der menschlichen
Entwicklung sind die Resultate der Medizin bei der Behandlung der karmischen
Krankheiten immer relativ und heikel. Sie beschränkt sich darauf, das physische
Leiden durch die Beruhigung des Schmerzes zu lindern, ohne die Ursachen
auszulöschen.
Bei der Behandlung der Krankheiten
der zweiten Kategorie hat die offizielle Medizin jedoch viel Erfolg.
Der Geist Emmanuel behauptet:
„Die Wunden der Seele manifestieren sich durch den
menschlichen Körper, und der kranke Körper zeigt das innere Panorama des
kranken Geistes.“
In dem Fall einer karmischen
Krankheit kann eine Heilung nur eintreten, wenn der Rehabilitationsprozess zu
Ende ist, bzw. unter besonderen Umständen, kann sie durch Taten des tieferen
Glaubens, der Selbstverleugnung, des Nichtverhaftetseins oder gar des Opfers
bewirkt werden. In diesen Fällen zeigt die Vorsehung, wie immer, die unendliche
Barmherzigkeit Gottes.
Wenn der Kranke die spirituelle
Bedeutung der Krankheiten versteht, findet er Ruhe durch Demut, akzeptiert er
sein Schicksal und bemüht sich um die Reinigung seines Geistes, weil er jetzt
weiß, dass die Ursachen seiner Leiden nicht vom materiellen Körper kommen,
sondern von diesem.
In allen Fällen einer karmischen
Schuld sind Krankheiten oder körperliche Mängel immer vorgesehen. Sie sind Teil
des Inkarnationsprogramms des Individuums. Denn, wie schon erwähnt, haben die
anatomischen oder physiologischen Mängel immer ihre Ursache im Geist.
Alle Krankheiten haben eine
dynamische Natur. Sie sind Veränderungen des funktionellen Schwingungsrhythmus.
(Die ätherische Energie, die
gebraucht wird, um den Körper im Gleichgewicht zu halten, sinkt beträchtlich,
wenn wir nicht richtig schwingen. Unsere ätherische Energie sinkt ab, wenn wir
Wünsche und Gedanken hegen, die in uns Schwingungen von Furchtsamkeit,
Niedergeschlagenheit, Sturheit, Zorn, Hass und ähnlichen krankhaften Emotionen
erzeugen).
Einfache Beispiele:
Die Alterskrankheiten sind keine
Anormalität, sondern natürliche Veränderungen und Störungen, die das Ende des
materiellen Lebens ankündigen und auf die Rückkehr in die spirituelle Welt
hindeuten.
Unser physisches oder spirituelles
Reservoir ätherischer Energie geht aus, oder wird schwer beeinträchtigt, wenn
wir auf vorübergehende Genüsse, Süchte und niedrige Leidenschaften nicht
verzichten können. Um den Körper gesund zu halten, sind ein ausgeglichenes
Leben, gute Gewohnheiten und geistige Diät, die Diät gegen die negativen
Gedanken, ebenso notwendig.
Der Körper ist der Tempel des
Geistes. Wir sind für seine Integrität und Erhaltung verantwortlich. Wir
begehen Selbstmord auch wenn wir, unbewusst, dem Körper die Elemente, die er
braucht, nicht geben oder ihn den Exzessen verschiedener Arten
unterwerfen.
Wir brauchen unseren Körper, dies
wunderbares Instrument, um unsere Aufgaben auf der Erde zu erfüllen. Ohne ihn
können wir weder handeln noch entwickeln.
Auch wenn der Körper krank ist,
soll man für seine Erhaltung eifern, so dass er sich so lang, wie es geplant
wurde, hält; damit alle Aufgaben und Erfahrungen bis zu Ende erlebt werden.
Quelle:
Edgard
Armond –aus dem Brasilanischem „Passes e Radiações“