„ Selig sind die
Sanftmütigen, denn sie werden die Erde zum Erbe haben“
Jesus
„In der Vorstellung, das
ganze Gold der Gans auf einmal bekommen zu können, tötete er sie, schnitt sie
auf und fand nichts“
Aesop
„Lieber Gott, ich erflehe
Geduld. Und die will ich sofort!“
Oren Arnold
Geduld ist die Gnade, die uns zukommt für
den Abstand zwischen dem, was wir sind und
was wir sein könnten.
Ein Sprichwort
sagt: „ Hab Geduld, Gott hat noch viel mit mir vor“.
Das Leben ist eine
lebenslange Reise. So wie wir sind, sind wir ganz in Ordnung. Wir haben noch
viele mit uns vor, und wir werden damit vermutlich nie fertig werden. Es gibt
keinen, der sagt: „Ich bin perfekt! Ich wünsche mir nichts mehr!“. Menschen
haben Wünsche, Träume und Zielvorstellungen über ihre aktuelle Realität hinaus
- ganz unabhängig davon, wie wunderbar diese Realität auch sein mag. Das ist
nun einmal menschlich.
Wir müssen
erkennen, dass die Reise vom Hier zum Da nie endet; auf irgendeiner Ebene, in
irgendeiner Beziehung werden Sie immer unterwegs sein. So ist das Leben. Haben
wir also Gnade mit uns für die Distanz zwischen dem, was wir im Augenblick sind,
und dem, was Sie sich als nächstes vornehmen. (vergessen wir nicht: Das, was
wir jetzt sind, ist das verwirklichte Ergebnis eines früheren Wunsches).
Geduld ist Freude an der Reise. Es geht
nicht darum, den Berg zu ersteigen, um auf dem Gipfel zu stehen; es geht darum,
Freude am Aufstieg zu haben.
Empfinden wir Freude über unser eigenes Leben. Wie heißt es doch in der
Reisewerbung: „Das Hinkommen ist schon die halbe Freude“.
Und wenn wir schon
auf dem Weg keine Freude empfinden, dann werden wir wahrscheinlich auch am Ziel
nicht viel Spaß haben. Unsere Fähigkeit, Freude zu empfinden, hat sich
zurückgebildet. Wir haben es so gut gelernt, Spaß und Freude zu verschieben,
dass wir es bis zum nächsten Ziel aufschieben. (Oh, ich kann es kaum erwarten,
in Urlaub zu gehen. Oh, ich kann es kaum erwarten, wieder zu Hause zu kommen.“
Wenn wir lernen,
mit uns Geduld zu haben, dann ist es leicht, das auf andere Menschen
auszudehnen.
John Roger und Peter McWilliams, Buch: Lebe ohne Sorge
Wird die
Zivilisation, indem sie neue Bedürfnisse schafft, nicht auch zur Quelle neuer
Trübsal?
„Die Übel dieser
Welt stehen im Verhältnis zu den künstlichen Bedürfnisse, die ihr euch selbst
schafft. Wer eine Wünsche zu beschränken weiß und neidlos sieht, was über ihm
steht, erspart sich manche Verrechnung in diesem Leben. Der Reichste ist der,
welcher am wenigsten Bedürfnisse hat“
Allan Kardec -
Buch der Geister- Frage Nr. 926