Buch der Geister

Fragen 682 bis 685

Grenzen der Arbeit. Die Ruhe.

 

Ist die Ruhe nicht auch ein Naturgesetz?

Ohne Zweifel, die Ruhe dient dazu, die Kräfte des Körpers wieder herzustellen und sie ist auch notwendig, um der Intelligenz etwas mehr Freiheit zu lassen,

damit sie sich über die Materie erheben kann.

 

Nach Artikel 24 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist das „Recht auf Erholung und Freizeit ein elementares Menschenrecht.

Man hört heute über:

Erholungspause z.B. beim Sport, Wandern oder bei der Arbeit (Arbeitspause).

Schulpause / Unterrichtspause, Mittagspause, Sendepause, Spielpause

 

Und warum gibt es das alles?

Stille, Erholung und Ruhe wirken beruhigend, steigern die Konzentrationsfähigkeit, die Leistung und das Wohlbefinden, unterstützen sogar die religiösen Empfindungen.

 

Zwei Arten der Erholung:

Die passive Erholung erfolgt zum Beispiel im Schlaf.

Der aktiven Erholung dienen Freizeitaktivitäten oder Hobbys.

Das Gegenteil von Erholung ist Stress, bedeutet Druck, Anspannung.

Unter Stress versteht man die Beanspruchung durch Belastungen:

(objektive, von außen her) z. B. physikalischer Natur (Kälte, Hitze, Lärm, starke Sonneneinstrahlung etc. oder toxische Substanzen (z. B. Rauch )

 psychische Belastungen sowie bestimmte eigene Einstellungen, Erwartungshaltungen und Befürchtungen .

 

Arbeitssucht

Der von Arbeitssucht Betroffene zeichnet sich in erster Linie durch überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz aus, der mehr und mehr zu einem krankhaften Suchtverhalten führt. Wie bei jeder Suchtform muss aber die Dosis ständig erhöht werden.

Im täglichen Gebrauch verwendet man das Wort Workaholic oft für Menschen, die zwar viel arbeiten, aber noch weit davon entfernt sind, das Verhalten eines Süchtigen aufzuweisen. Richtige Workaholics sind krank und müssen möglichst frühzeitig betreut werden. In Japan gibt es bereits 350 Behandlungszentren.

Die Arbeit nimmt den Workaholic mehr und mehr ein. Auch in seiner Freizeit denkt er an seinen Job und private Interessen und Pflichten werden zunehmend vernachlässigt. Auch der Partner und Kinder kommen oftmals zu kurz.

Das gesamte Privatleben hat keine Bedeutung mehr.

Tatsächlich kann man an Überarbeitung sterben. Meist ist die direkte Todesursache als Folge der Überarbeitung Herzversagen, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Aber warum arbeitet man so viel??  (Muster der Arbeitssucht)

Psychosoziale faktoren

chronische Konflikte in der Paarbeziehung

Geldmangel, Armut, Schulden, Überschuldung

Zu viele Verantwortungen übernehmen

Angst, nicht zu genügen (Versagensangst

 

)

Soziale Isolation, Verachtung und Vernachlässigung

Reizüberflutung

Seelische Probleme, unterschwellige Konflikte

auch (unausgleichbare) Unterforderung, Langeweile

Perfektionismus (überhöhte Ansprüche an sich selbst und an andere)

Pausenloses Arbeiten hat oft Perfektionismus in der Arbeit als Ursache. Aufgaben sollen möglichst perfekt erledigt werden und nehmen daher mehr Zeit ein. Durch den Drang nach Perfektion geht oft der Fokus für wichtige Aufgaben verloren. Selbst Aufgaben mit geringer Priorität nehmen einen großen Raum ein. Das Unerledigte wird immer mehr und muss aufgeschoben werden.

Nicht vergessen:

Dies grundlegende Bedürfnis soll nie zu Gunsten bestimmter Unterhaltung oder unnötiger Tätigkeit geopfert werden. Denn die Folgen, die der Mangel an Schlaf für das Nervensystem verursacht, sind bedauerlich.

 

 

Quelle:

Buch der Geister – Allan Kardec

Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie (verschiedene Texten)