Slade, Henry (1840-1905)
Amerikanischer
Sensitiver, unter anderem von Zöllner in über 40 Séancen untersucht, bei
gelegentlicher Hinzuziehung des deutschen Anatomen und Psychologen Ernst
Heinrich Weber (1795-1878), Fechner und dem Mathematiker Wilhelm Scheibner
(1826-1908).
Bei Slade
traten Materialisationen, Fernbewegungen, Apporte und Direkte Schrift auf.
Besondere
Aufmerksamkeit widmete Zöllner Versuchen mit Bindfäden und Lederstreifen, deren
Enden versiegelt waren und die dennoch in der Sitzung, zum Teil mehrere, echte
Knoten erhielten (Knotenexperimente).
Zöllner
versuchte eine Erklärung des Vorgangs mit der Hypothese einer Vierten
Dimension.
Auch
Dessoir hielt Sitzungen mit Slade ab, war aber von einem paranormalen Effekt
nicht überzeugt:
„... glaube
ich eher, dass mir ein Trick verborgen geblieben, als dass mir eine Wirkung
geheimnisvoller Kräfte gezeigt worden ist.“
Sicherlich
betrog Slade gelegentlich, z. B. indem er eine präparierte Tafel in die Sitzung
einschmuggelte.
Aber
Gibier, der 1886 den an den Folgen eines Schlaganfalls leidenden Slade als Arzt
behandelte und dann 33 Sitzungen mit ihm abhielt, verbürgt sich für über 100
echte Tafelschriften und zitiert als Echtheitsbeweis das Zeugnis eines
Taschenspielers.
Quelle:
Sphinx -
Lexikon der Esoterik